Bewährungsstrafen für Whistleblower im Prozess um Lux-Leaks

Das Bezirksgericht Luxemburg hat die ehemaligen Mitarbeiter der Beraterfirma PwC, Raphaël Halet und Antoine Deltour, zu Bewährungsstrafen von neun beziehungsweise zwölf Monaten auf Bewährung sowie zur Zahlung von 1.000 beziehungsweise 1.500 Euro verurteilt. Darüber hinaus müssen die Männer gemeinsam einen Euro als Schadenersatz an PwC zahlen, weil sie brisante Steuerdokumente an den Journalist Edouard Perrin weitergebeben haben. Perrin wurde vom Bezirksgericht freigesprochen. Hintergrund des Verfahrens sind die so genannten Lux-Leaks-Enthüllungen des internationalen Rechercheverbundes von Journalisten ICIJ, unter anderem von Süddeutscher Zeitung, Guardian und Le Monde. Sie hatten offengelegt, dass viele internationale Konzerne ihre Steuerlast mittels umstrittener Modelle in Luxemburg auf teilweise sehr geringe Quoten verringern. 

Urteil (in französicher Sprache) auf der Homepage des Bezirksgerichtes Luxemburg

Mehr zu den Luxembourg-Leaks auf der Seite des Internationalen Konsortiums für investigativen Journalismus (ICIJ)