Durchsuchungen wegen Verdachts des Insiderhandels

Beamte der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main und des Hessischen Landeskriminalamtes haben gestern Räumlichkeiten bei der Deutschen Börse AG (DBAG) in Eschborn sowie eine Privatwohnung in Frankfurt durchsucht. Die Durchsuchung steht laut Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft im Zusammenhang mit einem Ermittlungsverfahren gegen einen Verantwortlichen des Unternehmens wegen des Verdachts des Insiderhandels. Der Anfangsverdacht gegen den Beschuldigten resultiere aus Gesprächen, die die Leitungsebenen der DBAG und der London Stock Exchange Group plc (LSE) in der zweiten Jahreshälfte 2015 geführten hätten. Themen der Gespräche seien eine mögliche Fusion beider Unternehmen sowie die Frage des möglichen Sitzes der Holdinggesellschaft gewesen. Die Staatsanwaltschaft legt dem Beschuldigten zur Last, Mitte Dezember 2015 in Kenntnis dieser bis dahin nicht veröffentlichten Vertragsgespräche Aktien der DBAG erworben zu haben.