OLAF legt Jahresbericht 2017 vor

Das Europäische Amt für Betrugsbekämpfung (OLAF) hat seinen Bericht für das Jahr 2017 vorgelegt. Danach reichten die von der Behörde untersuchten Delikte von schweren Fällen von Betrug durch Unterbewertung, bei denen die Betrüger illegale Gewinne erzielten, indem sie bei der Einfuhr von Waren in die EU einen zu geringen Warenwert angaben, über Fälle, in denen kriminelle Netzwerke landwirtschaftliche Beihilfen erschlichen, bis hin zu aufgedeckten Fällen von Betrug bei großen Infrastrukturprojekten.
Insgesamt schloss OLAF nach dem Bericht im vergangenen Jahr 197 Untersuchungen ab und richtete 309 Empfehlungen an die zuständigen nationalen oder EU-Behörden. Nach Abschluss mehrerer umfangreicher Fälle von Unterbewertung empfahl die Behörde 2017 die Wiedereinziehung von mehr als drei Milliarden Euro zugunsten des EU-Haushalts. Nach 1.111 Vorprüfungen leitete OLAF insgesamt 215 neue Untersuchungen ein, deren durchschnittliche Dauer verringerte sich auf 17,6 Monate.

PDF-Download des Jahresberichts 2017 (in englischer Sprache) von der OLAF-Website