Umfrage - Deutsche Manager sehen erhöhte Gefahr von Korruption

43 Prozent der deutschen Manager halten laut einer aktuellen Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young (EY) Bestechung und Korruption hierzulande für weit verbreitet, ein erheblicher Zuwachs seit der Befragung im Jahr 2015 (26 Prozent). EY (Ernst & Young) hatte für die Studie rund 4.100 Entscheidungsträger aus Unternehmen in 41 Ländern befragt, davon 100 aus Deutschland.
Fast ein Viertel (23 Prozent) der in Deutschland befragten Führungskräfte gibt an, eher für die eigene Karriere zu unlauteren Mitteln zu greifen, als zum vermeintlichen Wohl des Konzerns, ein im internationalen Vergleich überdurchschnittlicher Wert. Ebenfalls deutlich überdurchschnittlich ist mit zehn Prozent der Anteil derjenigen, die sich vorstellen können, der Unternehmensführung Falschinformationen zu geben, um die  eigene Karriere oder Bezahlung zu verbessern. 
Trotz der Steigerung kommt Korruption laut der Studie in Deutschland im Ländervergleich nur unterdurchschnittlich vor. Im Durchschnitt aller befragten Länder in Europa, Afrika, dem Nahen Osten und Indien gehen 51 Prozent der Manager davon aus, dass in ihrem Land Korruption und Bestechung weit verbreitet sind. Auf Spitzenwerte kommen die Ukraine (88 Prozent), Zypern (82 Prozent) und Griechenland und die Slowakei (jeweils 81 Prozent). Am besten schneiden die skandinavischen Länder und die Schweiz ab. 

EMEIA Fraud Survey – Ergebnisse für Deutschland (PDF-Download von der EY-Homepage)

EMEIA Fraud Survey – Internationale Ergebnisse (PDF-Download von der EY-Homepage)